Forschungsverbund Diktaturerfahrung + TransformationForschungsverbund Diktaturerfahrung + Transformation

Biographische Verarbeitungen und gesellschaftliche Repräsentationen in Ostdeutschland seit den 1970er Jahren

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Solidarität und Gewalt. Migrantische Erfahrungen und migrationspolitisches Engagement in der ostdeutschen Umbruchsgesellschaft

Fußballmannschaft BSG Chemie Pause, 1986. Fotograf unbekannt, Reproduktion: Malte Wandel
Fußballmannschaft BSG Chemie Pause, 1986. Fotograf unbekannt, Reproduktion: Malte Wandel

Das Projekt nimmt gesellschaftliche Krisenphänomene und -erfahrungen in der späten DDR und der anschließenden Transformationsphase aus einer unterrepräsentierten Perspektive in den Blick: Erfahrungen von Migrantinnen und Migranten rücken in den Mittelpunkt der Darstellung. »Ausländische Werktätige«, Studierende oder politische Migranten und Migrantinnen haben seit den siebziger Jahren Erfahrungen gemacht, die vor der Folie der Entwicklungen der ostdeutschen Gesellschaft die ganze Bandbreite staatlicher Krisensymptomatik zeigen.

Vor allem nichtstaatliche Quellen zeugen von der Vielfalt dieser Erfahrungen. Von dieser Perspektive aus wird eine Gesellschaft erkennbar, die versuchte, Probleme über die Idee der »sozialistischen Menschengemeinschaft« zu lösen. Sie traf dabei auf die Realität von Rassismus, ökonomischen Restriktionen und historischen Tradierungen im Umgang mit gesellschaftlicher Heterogenität, aber auch auf Versuche, das Leben mit Migranten und Migrantinnen nach eigenen und eigensinnigen Vorstellungen – abseits staatlicher Vorgaben – zu führen.

Ehemalige Mitarbeiter*innen

  • Lukas Bartl, wissenschaftlicher Assistent
  • Emilia Henkel, wissenschaftliche Aissistentin

Aktivitäten

18.04.2024, Dr. Carsta Langner, Vortrag: »A Danger to Upscale Living« – Local Engagement against the Accommodation of Migrants in the Postsocialist Society of East Germany in the 1990s« bei der Tagung »Migration and Urban Activism in 20th Century Europe« des Deutschen Historischen Instituts in Rom vom 17.-19.04.2024.

14.03.2024, Dr. Carsta Langner, Vortrag: »Das ambivalente Agieren der Wohlfahrtsverbände im Umbruchjahr 1990« bei dem diesjährigen Jahresworkshop: »Der andere Sozialstaat« der Gesellschaft für Historische Sozialpolitikforschung.

06.03.2024, Dr. Carsta Langner: Moderation und PD Dr. Franka Maubach: Teilnahme, Panel: »Transitionen« auf der Tagung: »Sehepunkte im Wandel – Auf dem Weg zu einer neuen Geschichte der Bundesrepublik?«.

29.02.2024, Dr. Carsta Langner, Rezension zu Lindner-Elsner, Jessica: Von Wartburg zu Opel. Arbeit und Ungleichheit im Automobilwerk Eisenach 1970–1992, Göttingen 2023, in; H-oz-Kult, 29.02.2024.

20.09.2023, Dr. Carsta Langner, Podiumsteilnahme bei Buchvorstellung des »Jahrbuch Deutsche Einheit 2023. Fragile Zugehörigkeiten? Ostdeutsche und Andere im Vereinigungskontext«.

September 2023, Publikation, Dr. Carsta Langner »Keine Einbürgerung zum Nulltarif«. Über politische Zugehörigkeit und Teilhabe im vereinigten Deutschland, S. 267–283, in: Marcus Böick, Constantin Goschler, Ralph Jessen (Hg.): Jahrbuch Deutsche Einheit, 4, 2023.

»›1998/2000 hatte man noch andere Hoffnungen‹. Über Demokratieförderung und die Widersprüche der Zivilgesellschaft in Ostdeutschland«, David Begrich, Dr. Renate Hürtgen, Dr. Carsta Langner, Prof. Dr. Katrin Reimer-Gordinskaya, Prof. Dr. Roland Roth im Gespräch mit Andre Schmidt und Clara Schliessler. Erschienen in FSJB Plus. Das Online-Supplement des Forschungsjournal Soziale Bewegungen 35. JG. Heft 4 ǀ 2022

07. Oktober 2022, Dr. Carsta Langner, Podiumsteilnahme nach der Lesung von Peggy Mädler, »Unser aller Eigentum. Identitäten in Ost und West«

21. September 2022, Dr. Carsta Langner, Moderation des Podium, »Nachwendekinder: Die DDR, unsere Eltern und das große Schweigen«

02. Juni 2022, Dr. Carsta Langner, Rezension zu Brunner, Detlev & Heydemann, Günther: Die Einheit und die Folgen. Eine Geschichte Deutschlands seit 1990. Bonn 2021: ISBN 978–3-7425–0811–9, Brunner, Detlev: Einheit und Transformation. Deutschland in den 1990er Jahren. Stuttgart 2022: ISBN 978–3-17–033244–7, In: H-Soz-Kult, 02.06.2022.

Dezember 2021, Publikation, Dr. Carsta Langner, »Alles ist noch nicht so, wie wir uns das vorstellen« – Krisendeutung und Gesellschaftskritik in der späten DDR und der ostdeutschen Umbruchsgesellschaft, in: Alexander Leistner/​Monika Wohlrab-Sahr (Hg.), Das umstrittene Erbe von 1989. Zur Gegenwart eines Gesellschaftszusammenbruchs, Köln/​Weimar/​Wien 2021, S. 173 – 194.

10. November 2021, Dr. Carsta Langner & Christin Jänicke, »Braune Schatten. Foyergespräch zur Geschichte des Rechtsradikalismus vor und nach der Wende«

Oktober 2021, »Angstzonen und Schutzräume. Rechte Gewalt, antirassistisches Engagement und die Jenaer Stadtgesellschaft um 1990. Ein Rundgang.«

07. Oktober 2021, Lesung & Gespräch, »Die Farbe meiner Haut. Ostdeutsche Umbruchserfahrungen aus einer nicht-weißen Perspektive«

01. & 02. Oktober 2021, Tagung, »›Deutscher Herbst 1991‹. Das vereinigte Deutschland, der 3. Oktober 1991 und die Herausforderung rechter Gewalt«

08. Juli 2021, Online-Kolloquium, Dr. Carsta Langner, »Solidarität und Gewalt – migrantische Erfahrungen und migrationspolitisches Engagement in der ostdeutschen Umbruchsgesellschaft«

01. Juni 2021, Einblick, Dr. Carsta Langner & Dr. Julia Stegmann, »Stau. Eine Zeitgenössische Dokumentation über die Baseballschlägerjahre«

20. Mai 2021, Online-Podium, Dr. Carsta Langner & Dr. Maria Alexopoulou, »(Post)Migrantische Blicke auf die Transformationsgesellschaft«

02. März 2021, Online-Seminar, Dr. Carsta Langner, »Werde ich hier leben können? Migrantische Erfahrungen im ostdeutschen Umbruch.«

16. & 17. Dezember 2020, Online-Seminar, »Quellen des Unmuts«

24. November 2020, Einblick, Dr. Carsta Langner, »›Ich habe bis Frankreich geweint‹. Erfahrungen chilenischer Migrant*innen in Jena in der späten DDR«

18. Juni 2020, Online-Podium, Dr. Carsta Langner, »Im Schatten der ›Wende‹. 1989/1990 und das Wiedererstarken von Antisemitismus und Rassismus«

11. Juni 2020, »Tag der Erinnerung« in Dessau

22. April 2020, Einblick, Dr. Carsta Langner: »Dünne Haut. Oder: Ohne Frauen ist kein Staat zu machen«

07. April 2020, Einblick, Dr. Carsta Langner, »›Affen und Banditen‹ – über die historische Rekonstruktion von Rassismus und rechter Gewalt in der späten DDR und der ostdeutschen Transformationsgesellschaft«

14. Februar 2020, Vortrag, Dr. Carsta Langner: »›Affen und Banditen‹ – über die historische Rekonstruktion von Rassismus und rechter Gewalt in der späten DDR und der ostdeutschen Transformationsgesellschaft«

30. November 2019, Vortrag, Dr. Carsta Langner: »…ungestört ›break‹ zu tanzen oder in der Disko ›hard rock‹ zu spielen.« Demokratievorstellungen in der späten DDR